Gemeindesteuer (IUC)

Im Zuge des Stabilitätsgesetzes ist zum 01.01.2014 nun endgültig eine neue und bereits im Vorfeld viel diskutierte Gemeindesteuer eingeführt worden. Diese nennt sich IUC (Imposta Comunale Unica) – und nicht wie bisher angenommen TRISE – und setzt sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt:

• Grundsteuer "IMU" (Imposta Municipale): Von Immobilienbesitzern auf alle Immobilien zu bezahlen. Ausgenommen hiervon ist   einzig die als Erstwohnsitz registrierte Immobilie, insofern diese nicht in die Gebäudekategorien A1, A8 und A9 fällt.

• Servicesteuer "TASI" (Tassa Servizi Indivisibili): Zur Deckung der unteilbaren Servicekosten der Gemeinden (z.B. Beleuchtung,   Instandhaltung der Straßen, ...). Vom Besitzer und vom Nutzer der Immobilie anteilig zu zahlen.

• Müllgebühr "TARI" (Tassa sui Rifiuti): Zur Deckung der kommunalen Müllgebühren. Vom Nutzer der Immobilien zu zahlen.

Die IUC wird von der Gemeinde erhoben in welcher sich die betroffene Immobilie befindet. Die IMU ist dabei einheitlich zum 16. Juni und 16. Dezember zur Zahlung fällig. Die Fälligkeiten von TARI und TASI können dagegen von den Gemeinden individuell festgelegt werden, Voraussetzung sind mindestens zwei Raten im Abstand von 6 Monaten.

Da sowohl die Höhe als auch die Fälligkeit der einzelnen Komponenten der neuen Gemeindesteuer von den Gemeinden individuell festgelegt wird, können wir an dieser Stelle leider keine allgemeingültige Aussage diesbezüglich machen. Genauere Informationen erhalten Sie direkt auf Ihrer Gemeinde oder aber deren Website.

Die Gemeindesteuer kann vom Steuerzahler stets auch in einer einzigen Rate zum 16. Juni beglichen werden. Die Zahlung kann sowohl über das übliche Modulo F24 erfolgen, als auch über Bank- oder Postüberweisung oder über Internetbanking.

Der Steuerzahler ist zudem verpflichtet, jedwede Änderung an der Immobilie bzw. die Inbesitznahme einer Immobilie bis zum 30. Juni des Folgejahres anhand einer „Gemeindesteuererklärung“ (Dichiarazione IUC) auf der Gemeinde zu melden. Für den Fall das die Steuer nicht oder nicht vollständig bezahlt wird, sind folgende Strafen vorgesehen:

• Nicht- oder nicht vollständig bezahlt: Aufschlag von 30%
• Nicht gemeldete Inbesitznahme einer Immobilie: Aufschlag von 100 bis 200% (min. 50 €)
• Falschangaben: Aufschlag von 50 bis 100% (min. 50 €)
• Fehlende Antwort auf den von der Gemeinde zugestellten Fragebogen innerhalb von 60 Tagen
  nach Zustellung: Aufschlag von 100 bis 500 Euro

Die Strafen werden zu 1/3 erlassen für den Fall dass innerhalb der Einspruchsfrist von 60 Tagen die fällige Steuer, die Strafe und die anfallenden Interessen beglichen werden.


Weitere Steuern (folgende Links):
Einkommensteuer ⇒
Mehrwertsteuer ⇒
Grunderwerbsteuer ⇒
Wertzuwachssteuer bzw. Spekulationssteuer ⇒
Luxussteuer ⇒
Erbschafts- und Schenkungssteuer ⇒

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